Thema: Das Böse

Dienstag 9.6.2009. Christus nennt in der Bibel Satan den Vater der Lüge. Satan heisst auf hebräisch der “Hinderer”. Der Ex-Marxist Leszek Kolakowski  stellt die Frage “kann der Teufel erlöst werden?”.Die siebte Vaterunserbitte “erlöse uns von dem Bösen” läßt darauf schließen, daß dies am Ende der Welt der Fall sein kann, wenn durch Totalisolation ohne Gefolgschaft Satan unausweichlicher Selbstzerstörung überlassen wird und er als ein sonst unzerstörbares Prinzip erlischt wie eine heruntergebrannte Kerzenflamme. Der Zeitgeist stellt, “steril wie eine Mullbinde”(Kolakowski), die Existenz Satans in Abrede. Es liegt nahe, daß dieser sich zur Irreführung der Geister einer zum Heil führenden Symbolik bedient. So hat die von dem amerikanischen Sience-Fiction-Autor Ron Hubbard  begründete Church of Scientlogy das lateinische Kreuz mit Vierfünfundvierzig Grad Spitzen als Logo und lehrt eine Eschatologie der Absolutheit des Immanenten in alle Ewigkeit. Der Schauspieler  des Grafen Stauffenberg in der Hollywood-Verfilmung des zwanzigsten Juli 1944 ist wegen des Grundsatzes der Religionsfreiheit Scientologe. Nur in Frankreich stehen die Scientologen vor dem Aus, weil ihnen im Bereich der Drogenbekämpfung illegale Machenschaften nach gewiesen wurden und sie als Sekte eingestuft werden. Hierzulande ist sie wegen ihrer Antifa-Propaganda ein notwendiges Übel und durch die Glaubensfreiheit geschützt. In München haben sie ihr Hauptquartier in unmittelbarer Nachbarschaft zur Jesuiten-Residenz. Der Teufel steckt eben im Detail. Wenn die Muslime das christliche Kreuz grundsätzlich ablehnen, ist dies zur Kennzeichnung zentraleuropäischer Werte unbedenklich, nur der falsche scientologische Fuffziger deutet auf den Vater der Lüge. Der Klapper-Max am Laptop, die Fitness-Girls in den Trambahnen, die Beschleunigung des Zeitwandels bis hin zur künstlichen Intelligenz . Das alles ist Scientology in Reinkultur, also ein Indiz des Bösen unter Immanenzbedingungen. Die Franzosen hängen der Katze die Schelle um, die Deutschen sind wegen der Holocaustvergangenheit hilflos ausgeliefert. In München gibt es nichts was es nicht gibt. In der Psychiatrieszene boomt die Esoterik und in dem Millionendorf eines Drittels mit Migrationshintergrund wollen alle ihre Herkünfte zur Geltung bringen. Durch das Comeback der CSU bei der Europawahl ist nun dem Ungeist ein Riegel vorgeschoben und Geistheiler aller Sorten und Arten müssen zurück in die Büchse der Pandora, aus der sie ausgeschwärmt waren. Das Kreuz am Halskettchen bleibt das Erkennungszeichen für klare Grenzen in Zentraleuropa. In Nanking boomt die Bibelübersetzung ins Chinesische und ich bin in der Tram schon einer jungen Chinesin gegenüber gesessen, deren Auge beim Lesen von oben nach unten wanderten. Um Zentralasien ist mir nicht bange, nur das Abendland wäre beinahe verraten worden. Hier ist der Herrgott ein Vater und Maria für den weiblichen Aspekt zuständig. Vive la France!