Thema: Flurbereinigung

Mittwoch, 28.11.2007. Wheelers Observership angewandt auf das transzendente Absolute, hält die kontingente Immanenz im Dasein auch bei prinzipieller Aufhebung der Subjekt-Objekt-Spaltung durch die Quantenphysik und deren buddhistischen Mißbrauch seitens des nir- vanaseligen Humanum. Schopenhauers menschliche Welterlösung “kein Wille- keine Vorstellung- keine Welt” würde also auch nicht funktionieren, wenn sich alle in der Verneinung des Willens zum Leben einig wären. Die Immanenz hat zwischen Urknall und Gravitationskollaps eine objektive Verweildauer von fünfundsechzig Milliarden Jahren, ob sie dabei subjektiv beobachtet wird oder nicht. Die Erscheinungswelt ist also nicht nur eine Reflexion unserer Sinnesorgane, wie die buddhistische Glaubenslehre behauptet. Ich dachte früher beim Vergleich zwischen der westlichen Eschatologie der Fülle und der östlichen Eschatologie der Leere, das Glas sein halbvoll und halbleer zugleich. Weit gefehlt!. Es ist randvoll und der Osten ist schlicht auf dem falschen Dampfer. Seiner missionarischen Verwirrung der ohnehin wirren westlichen Geister muß darum mit geistigen Waffen entgegengetreten werden. Sie ist einflußreicher als es den Anschein hat. Wheeler zum Beispiel arbeitet als Physiker seit 1977 mit seiner Observership auf der Basis der heisenbergschen Unschärferelation dem Buddhismus in die Hände, ohne den kosmologischen Dualismus atheistisch in Rechnung zu stellen. Im Weg der Ersatzvornahme habe ich es vorstehend getan. Es hat mich achtzehn Jahre Wirwarr gekostet. Poppers drei Welten sind immanent und substantiell. Gottes Welterhaltung sorgt dafür. Die buddhistische Glaubenslehre in Welt drei aber ist zerstörerisch und gehört auf breiter Front falsifiziert. Wenn labiler Hirnstoffwechsel auf dem Mittelweg zwischen Determinismus und Indeterminismus an der steuernden Kraft ihrer Bedeutungen entlangdenkt, landet er im Aschgrauen. Ich spreche aus leidvoller Erfahrung. Die raunenden Verehrer des heiligen Nichts halten weltweit zusammen wie Pech und Schwefel. Ein weiteres Beispiel ist die Konversion der Thanatologin Elisabeth Kübler-Ross zur Wiedergeburtslehre, die zur exponentiellen Zunahme des Menschen- geschlechts ex nihilo in Widerspruch steht. Wenn dem allen die Fakten entgegenstehen, umso schlimmer für die Fakten. Sie sind ja nichts als eine Reflexion unserer Sinnesorgane. Der Ex-Marxist Leszek Kolakowski dagegen hält stand. Er hat meine These von der systemischen Schicksalsunterworfenheit des Schöpfers gegen Genesis 1-3 vorweggenommen und damit eine taugliche Waffe gegen den Theodizeeatheismus geschmiedet, der mit der Hiobsfrage das Christkind mit dem Bade ausschüttet, um nur Camus zu nennen. Ich bin übrigens weder Philosoph noch Theologe, sondern ein spätberufener Katholik, der sein familiäres Laienapostolat pflichtgemäß dazu nutzt, sein Glaubenswissen zu vertiefen, um gegenüber Andersgläubigen den Mund aufmachen zu können. Meine fünf Jahrzehnte Protestantismus befähigen mich, hilfsweise auch hie gut lutherisch allewege zu denken. Geistig muß man in Bewegung bleiben, körperlich ist nicht so wichtig. Dem Fleisch nach sind wir nämlich Kinder des Nichts, da hat Jacques Monod ganz recht, aber dem Geist nach sind wir aus Gottes Hand, wohin zurückzukehren unsere Bestimmung ist. Das setzt den katholischen anthropologischen Dualismus voraus, den ich nur zur Nachahmung empfehlen kann, nachdem der Gehirn-Geist-Dualismus von Popper und Eccles dazu die philosophisch-naturwissenschaftliche Grundlage liefert. Diese Rückkehr kann denknotwendig nur unter Transzendenzbedingungen überm Sternenzelt im Außen von Raum und Zeit erfolgen, weshalb der biblische Absolutheitsanspruch der Zeugen Jehovas zu verwerfen ist. Wie die Buddhisten handeln sie vorbildlich, sind aber geistig in ein geschlossenes Wahnsystem verstrickt, wo argumentativ kein Durchkommen ist. Nachdem der Wille Gottes an die menschliche Kategorie Verstand, nicht Vernunft, Erkennen, nicht Begreifen gebunden ist, bleibt der Durst nach wahrer Orientierung die vornehmste Bestimmung des Menschseins, und zwar im Sinne des einzigen Credos des Agnostikers Popper “die Wahrheit ist objektiv und absolut”. Dann kann man auch wie er metaphysische Probleme mit rationalen Mitteln lösen. Ich hoffe, daß meine vorstehende Flurbereinigung keinen Andersdenkenden allzusehr kränkt. Wer, außer Einstein, irrt schon gern, um aus seinen Irrtümern zu lernen? Ich für mein Teil habe seit meiner Erstlingsschrift achtzehn Jahre gebraucht, um dazuzulernen. Der einzige, der sie kennt, ist der Auschwitz-Zeitzeuge Max Mannheimer. Seine Reaktion war anerkennend und respektvoll. Damit hatte meine Studie ihren Zweck erfüllt, denn sie war eine ausgestreckte Versöhnungshand über den Abgrund.