Thema: Offene Rechnung

Montag, 29.1.2007. Ich habe 1980, durch Zweckentfremdung des altkommunistischen Idols Wehner der rebellischen 68er, für dessen C in der Arbeiterbewegung zugunsten des innerparteilichen Wiederaufstiegs der früheren Stadtspitze des Millionendorfs den Steigbügel gehalten und sie sechs Jahre später in offener Feldschlacht wegen politischen Mißbrauchs von Religiosität zur Rechenschaft zu ziehen versucht. Dabei habe ich mir allerdings eine gesellschaftliche blutige Nase geholt, wenngleich die Aktion bei nächster Gelegenheit zur Rochade der Stadtspitze in den Landtag als Hinterbänkler führte und den Weg für Christian Ude freimachte. Das Vorliegende ist ein Versuch, nach zwanzigjähriger Schweigepause an den roten Faden in meinem Denken und Handeln anzuknüpfen, der mit der Religiosität letzten Ernstes des gezeichneten und ergriffenen Herbert Wehner eng verbunden war. Da meine seinerzeitige Leitfigur und spätere Feindgestalt noch immer als Publikumsliebling, zuletzt beim Hochhaus-Bürgerentscheid und beim Papsthändedruck, populistische Triumphe feiert, ist meine mittelbare Öffentlichkeit gegen die Interessen eines ge- sellschaftlichen Machtfaktors gerichtet und ein kleines Politikum im Städtchen. Ich hoffe, daß diese Klarstellung zur Reinigung meiner Atemluft beiträgt, jedenfalls bin ich kein unbeschriebenes Blatt. Ich sage: es ist eine offene Rechnung. Nichts ist vergeben und vergessen. Doch zu- sammengezählt wird höheren Orts.