Thema: Sein und Schein

Mittwoch, 5.8.2009. Beim Wettrennen um die Siegespalme von Sein und Schein geht Gold an die Katholiken, Silber an die Protestanten und Bronze an die Juden. Nicht auf dem Treppchen stehen die Muslime mit der privilegierten Partnerschaft eingeschränkter Offenbarung. Die Buddhisten müssen sich mit ihrer Reinkarnationslehre durch die exponentielle Zunahme des Menschengeschlechts und die moderne Vererbungslehre nach Mendel von 1929 eines Besseren belehren lassen. Der einzige, der im Jenseits Leidlosigkeit erreicht hat, war Buddha selbst fünfhundert Jahre vor der Zeitenwende vor 2009 Jahren. Die zwei Gesichter des Dalai Lama (“mögen alle Wesen glücklich sein”) sind insofern berechtigt, als die Natur mitdenkt und Darwinsche Evolutionsbiologie in der aufsteigenden Spirale des menschlichen Weltgeistes (nicht zu verwechseln mit dem heiligen Geist) eine wichtige Rolle spielt. Johannes Paul der Zweite hat deshalb den Dalai Lama im Vatikan empfangen, Benedikt der Sechzehnte schon nicht mehr, (weil nach jüdischer Lehre gilt “Gott tut nicht zweimal das gleiche Ding”). Mehr läßt sich zum Thema mit rationalen Mitteln nicht sagen, aber auch nicht weniger.