Thema: Die Stütze

Montag, 28.8.2006. Der jüngste Text war im abendlichen Faxfeedback zustimmend aufgenommen worden. Dementsprechend erwies ihn heute die Zensurlektüre als gültig, weil er die Unzerstörbarkeit des einzigartigen Geistselbst mit der Destination Transzendenz zufolge Eccles nach Dienst im Geist des Neuen Bundes auch in der Bibel verankert sieht, die nicht in sich widerspruchsfrei ist, wie die Zeugen Jehovas meinen. Man kann dem religiösen Monisten Tillich zwar nicht widersprechen, wenn er sagt, daß es keine natürliche Unsterblichkeit gibt, aber das Geistselbst, die unsterbliche Seele ist ja aus Übernatur und nicht aus evolutionärer Genese. Auch die katholische Lehrmeinung findet einen Anhalt in der Schrift, jedoch nur in biblischen Mauerblümchen wie Lukas 23,43, 2.Korinther12,1-7 und 1.Korinther15,28b. Also ist der religiöse Dualismus biblisch klein aber fein. Es erhebt sich darum die Frage, ob auch außerbiblisch geistlicher Erkenntnisfortschritt auf der Grundlage echter Wunder, nicht geistverwirrender Paranormalität, möglich ist. - Das katholische frossardbeglaubigte Lehramt sagt dazu ausdrücklich ja, die protestantische Orthodoxie hält sich an Luthers “sola scriptura“. So sind die beiden Konfessionen eigentlich zwei verschiedene Religionen, und man müßte von interreligiösem Dialog statt von Ökumene sprechen. Ich habe vor fünfzehn Jahren wegen des glaubhaft bezeugten Frossard- Wunders den Schritt der Konversion getan, mich seither gemäß 2.Korinther3,4-4,6 immer mehr ins katholische Lehramt hineingedacht und bis auf das Dogma von der Ewigkeit der Hölle keinen Stolperstein gefunden. Dieses Dogma steht im Widerspruch zu 1.Korinther15,28b und kann nur gehalten werden, wenn man sich die Hölle nach der letztlichen Allversöhnung leer denkt, als Ort der Totalisolation des gefallenen “Engels des Lichts” zwecks unabwendbarer Selbstzerstörung gleich einer heruntergebrannten Kerzenflamme, die mangels Nachschub verlischt. Ewigkeit, du Donnerwort! Das Frossard- Zeugnis bestätigt sinngemäß diese Auffassung, deshalb ist die Apokatástasis für mich keine Ketzerei, wie sie es bei Origenes noch war. Der religiöse Monismus auf der Grundlage der Annahme innerer Widerspruchsfreiheit der Bibel kann am Besten bei den Zeugen Jehovas studiert werden, die Luthers “sola scriptura“ auf die Spitze getrieben haben. Bei ihnen gibt es keine Hölle, bloß die Streichung aus Gottes Gedächtnis und den Ganztod. Der ewigen Seligkeit und zwar hienieden, werden nach Gottes, übrigens baldigem, Großreinemachen in Harmageddon nur die Gerechten durch Auferweckung in geistleibseelischer Ganzheit teilhaftig. Der zweite Hauptsatz der Wärmelehre, welcher besagt, daß alle Ordnung im Universum naturnotwendig dem Wärmetod entgegendriftet. wird suspendiert und dem Satan wird das Haupt zertreten, basta. Seine Urlüge in Genesis 3 “ihr werdet nicht sterben, ihr werdet sein wie Gott“ nehmen sie als Begründung für alle gottzugelassenen Weltübel des gegenwärtigen “Systems der Dinge” und zucken den Joker Satan bei jeder ihnen widersprechenden Gelegenheit, auch beim Frossard- Wunder. Der Rechtsstreit von Eden, ob die Menschen ohne Gott besser fahren oder nicht, müsse zu Ende ausgetragen werden. - Mit den Protestanten haben sie kein Problem, die seien nur nicht so weit in die Wahrheit, welche freimacht, eingedrungen. Aber die Una Sancta ist ihr Feind Nummer eins. Deshalb ist ihre “verbalinspirierte“ Bibelübersetzung klar antikatholisch getrimmt. Mir sind in diesem Uhrwerk bisher vier weichenstellende Schräubchen aufgefallen, nämlich Johannes 1,1, Lukas23,43, 1.Korinther15,28b und 2.Korinther12,1-7, also Trinität, Unsterblichkeit der Seele, Allversöhnung und dritter Himmel. Jeder tausendste Erdenbewohner ist ein Zeuge Jehovas, jeder sechste ein Katholik. Auf den Einwand, daß da der Schwanz mit dem Hund wedelt, heißt es, die Wahrheit sei keine Mehrheitsfrage, breit sei die Straße zum Verderben und schmal die Pforte zum Heil. Dieses Heil besteht in Mehrvondemselben wie bisher, nur ohne Krankheit, Alter, Tod und Satan. Auf die Frage, wie es da mit Nietzsches ewiger Wiederkehr des Gleichen und dem taedium vitae aeternae stehe, heißt es, sie hätten einen Animateur, nämlich König Christus. Das also kommt dabei heraus, wenn man den religiösen Monismus, beim Dienst am Buchstaben, nicht im Geist, zu Ende denkt und nicht auf halber Strecke stehenbleibt wie die Protestanten. Die monieren bloß, daß für die Zeugen Daniel die Mitte der Schrift sei. Sie sind nur irrende Geschwister in Christo, die Zeugen aber religiös Wahnkranke. - Der biblisch kleine, feine religiöse Dualismus ist da für jeden sechsten Erdenbewohner attraktiver, auch wenn er nichts von dem, ihn naturwissenschaftlich stützenden, Gehirn-Geist-Dualismus von Popper und Eccles weiß. Diese Stütze ist aber der einzige Halt gegenüber dem Zeitgeist-Sog des Nobelpreis-Atheismus, deshalb gehört sie zur Thematik. Wie gezeigt, ist sie klein aber fein auch biblisch, nicht nur in der Nobelpreiskultur verankert. Sie verbindet Quantenphysik mit Metaphysik. Metaphysik kann Quantenphysik beeinflussen. Das tut sie wechselwirkend als Geistselbst in jedem menschlichen Gehirn. Aber auch im Außen der Hirnforschung kann sie Wirken. Es fragt sich nur, wer dann dahintersteckt, der gefallene Engel des Lichts oder Gott. Jenes dient paranormal der Irreführung, dieses wunderhaft der Wahrheitsführung. Ich habe einmal eine irreführende Paranormalität erlebt, aber Frossard ist ein weiterführendes Wunder widerfahren. Gott lügt nicht, aber der Vater der Lüge, und zwar mit allen Mitteln, auch dem der Scheinheiligkeit. Man muß also aufpassen wie ein Haftlmacher.