Thema: Glückstag

Mittwoch, 29.7.2009. Die Hirnforschung ist die Leitwissenschaft des 21.Jahrhunderts. Der Partner des größten Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts, Karl Popper, der Australier John C. Eccles, hat als Hirnforscher und Nobelpreisträger in seinen Gifford Lectures aufgezeigt, daß das Universum so immens alt und so immens groß sein muß, um die Voraussetzungen für die Entstehung von Leben zu schaffen. Die Darwinsche Evolution ist folgerichtige gute Schöpfung vom Urknall an. Das Wort “Schöpfung” deutet darauf hin, zu fragen, was in der nach Popper offenen Zukunft mit den Menschen geschehen wird, ist also religiös. Papst Benedikt der Sechzehnte hat als Kardinal in seiner gründlichsten Schrift “Tod, Eschatologie und ewiges Leben”, auf der seine bisher drei Enzykliken auf dem Stuhl Petri aufbauen, diese Frage aus katholischer Sicht beantwortet. Die Urliebe, von der wir herkommen und zu der wir zurückkehren, ist nicht anthromorph, sondern eine leicht blaustichige Energieform an der Spitze der Ordnung im Universum. So hat sie sich André Frossard am 8. Juli 1935 in Paris offenbart. Ein halbes Leben später, nachdem er sich durch praktischen Lebenserfolg seines Verstandes vergewissert hatte, schrieb er sein Büchlein “Dieu existe, je l’ai rencontré” Jesus ist die menschliche Form der Urliebe, welche die Menschenwelt von den Folgen des Falls von Legionen reiner Geister in der Urzeit der Schöpfung, in den astrophysikalisch absolut unerforschlichen ersten drei Minuten nach dem Urknall, erlöst hat. Das Rätsel der menschlichen Identität im Lebensweg löst der Hirnforscher und Nobelpreisträger  Eric Kandle mit den Worten “We are what we are because of what we learn and what we remember”. Dazu muss man wissen, daß bereits der Embryo die Stadien der Darwinschen Evolution durchläuft und anfängt zu lernen, was bis ins hohe Alter nicht aufhört, so daß die Synapsen der Großhirnrinde durch Erinnern modellierbar sind. Diesen Umstand macht sich der nobelpreisverdächtige Geisteswissenschaftler Ludwig Konenberg mit seiner “praktischen Pädagogik” zunutze, indem er Seminare für die Erziehung kleiner Kinder bis zur Pubertät und sogar Volljährigkeit anbietet. Da das Vermächtnis meiner Mutter auf religiöse Hakenkreuzbewältigung lautet, hat mich sein vom Sohn geschenktes Buch über die praktische Nutzung der Evolutionsbiologie elektrisiert. In seinem Licht erscheint Hitler nicht als Bestie, sondern als Mensch, der unter dem Einfluß des real existierenden Bösen bestialisch handeln mußte, also auf Umwegen wie wir alle der Gnadengerechtigkeit Gottes teilhaftig wird. Ich werde das Buch Mitte August meiner Tochter schenken, sie kann es für die Erziehung der Enkel brauchen. Wir lernen bis zum Tod und darüber hinaus. Das ist die Pointe de zweiten Enzyklika vom Hausherrn im Vatikan. “Spe salvi facti sumus”. Als er sie im Herbst 2007 vorlegte, war das ein Glückstag für Tyrannen. Das Fegefeuer ist die einzige Instanz, welche die Schlächter von ihren Sünden erlösen kann.